Der EC 155 ist eine Weiterentwicklung der Dauphin-Familie und absolvierte seinen Erstflug am 17.
Juni 1997 und trat im März 1999 seinen Dienst bei der Bundespolizei (damals noch Bundesgrenzschutz) an, die damit Erstkunde der EC 155 B1 war. Er ist mit einem hydraulischen Einziehfahrwerk (Bug mit Doppelbereifung, Hauptfahrwerk mit Einfachbereifung) und FADEC-Anlassung der Triebwerke ausgerüstet. Der zehnblättrige Fenestron-Heckrotor hat einen Durchmesser von 1,10 m; die fünf Blätter des Hauptrotors bestehen aus Fiberglas/Carbon. Das Cockpit ist übersichtlich mit MFDs gestaltet; insgesamt hat der EC 155 neben Pilot und Co-Pilot Platz für 12 weitere Personen. Er ist für Instrumentenflug zertifiziert und kann mit Nachtsichtgeräten geflogen werden; die Version EC 155 B1 verfügt gegenüber der Basisversion über eine erhöhte Turbinenleistung, ein erhöhtes Gesamtabfluggewicht und eine verbesserte Flughöhe.
Die Bundespolizei gilt in Fachkreisen als internationale Referenz im Bereich Polizeihubschrauber-Expertise und hat die EC 155 seither kontinuierlich in ihrem Einsatzspektrum weiterentwickelt – darunter auch eine maritime Version für Einsätze über Nord- und Ostsee. Nach Abschluss der Flottenmodernisierung verfügt die Bundespolizei insgesamt über 87 Hubschrauber und damit über die größte zivile Hubschrauberflotte Deutschlands.
Auf Landespolizeiebene hatten auch NRW und Baden-Württemberg jeweils zwei EC 155 für den Einsatz von Spezialeinsatzkommandos beschafft, beide haben sie aber inzwischen wieder abgegeben.
Neben dem Polizeidienst wird die Maschine als zuverlässiger Offshore-Hubschrauber eingesetzt – etwa zur Besatzungsversorgung von Öl- und Gasplattformen in der Nordsee. Das Hellas-System, ein Laserradar zur Erkennung von Drahthindernissen wie Stromleitungen, wurde als wichtige Sicherheitsausstattung nachgerüstet.
Seit 2014 trägt der Typ die neue Airbus-Bezeichnung H155.

