1 Sikorsky S-61 A /B /D Sea King- Heliport.de

Sikorsky S-61 A /B /D Sea King

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Technische Daten
Hauptrotordurchmesser: 18,90 m
Länge: 16,69 m
Triebwerk: 2 General Electric T58-GE-10 Turbinen (je 1400 WPS)
Leergewicht: 5382 kg
Startgewicht: 9752 kg
Höchstgeschwindigkeit: 267 km/h
Reisegeschwindigkeit: 219 km/h
Reichweite: 1055 km mit Reserve
Hersteller / Land: Sikorsky / USA
 

Der S-61 Sea King wurde entwickelt, um den Bedarf der US Navy nach einem neuen, moderneren U-Boot-Jäger zu decken. Der erste Prototyp absolvierte seinen Erstflug im März 1959; ab Juni 1961 wurde der Sea King bei der US Navy in Dienst gestellt. Der S-61 hat einen schiffsähnlichen Bug und kann daher auf dem Wasser landen oder nach Ausfall einer Turbine mittels des mit der anderen Turbine erzeugten Auftriebs sich auf dem Wasser fortbewegen. Zudem zeichnet er sich durch eine hohe Nutzlast und einen großen Innenraum aus. Die fünf Hauptrotorblätter können hydraulisch gefaltet werden, um den Platzbedarf im Schiffshangar zu verringern.

Der S-61A wird für Transport und SAR-Aufgaben verwendet, wobei er bis zu 28 Passagiere transportieren kann. Der S-61B, militärische Bezeichnung SH-3A, wird für die U-Boot-Bekämpfung eingesetzt; hierzu ist er mit einer zusätzlichen Avionik, Torpedos und einer 1250 WPS leistenden General-Electric-Turbine ausgerüstet. Die späteren Modelle SH-3D, SH-3G und SH-3H erhielten die stärkere General-Electric-T58-GE-10-Turbine mit 1400 WPS. Weitere Versionen sind die Exportversion des SH-3D mit der Bezeichnung S-61D und die VIP-Version VH-3D, die bis heute als offizieller Präsidentenhubschrauber des US Marine Corps (Rufzeichen "Marine One") in Dienst steht. In der US Navy wurde der Sea King ab Anfang der 1990er-Jahre durch den SH-60F Sea Hawk ersetzt.

Eine weitere und zugleich modernisierte Version ist der von Westland Helicopters in Lizenz gebaute Westland Sea King, den die deutsche Marine in der Version Mk.41 einsetzte. Die ersten Westland Sea King Mk.41 wurden 1975 beim Marinefliegergeschwader 5 in Kiel-Holtenau in Dienst gestellt und lösten damit die Sikorsky S-58/H-34 im SAR-Dienst ab. Von 22 beschafften Maschinen gingen über die Jahrzehnte zwei verloren: die 89+61 bei einem früheren Unfall und die 89+59 am 17. November 1998, als diese beim Hängetransport unter einem CH-53 über der Nordsee so stark ins Pendeln geriet, dass das Transportgeschirr gekappt werden musste, um einen Absturz beider Maschinen zu verhindern. Den übrigen verbliebenen Maschinen wurde 2020 der NH-90 NTH Sea Lion als Nachfolger zur Seite gestellt; am 31. August 2024 wurde der letzte Westland Sea King Mk.41 der Deutschen Marine nach fast 50 Jahren SAR-Dienst auf Nord- und Ostsee offiziell außer Dienst gestellt.

 

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