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Mil Mi-28 (Havoc)

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Technische Daten
Hauptrotordurchmesser: 17,20 m
Länge: 19,50 m
Triebwerk: 2 Klimow TV3-117WM Wellenturbinen (je 1900 PS)
Leergewicht: 7000 kg
Startgewicht: 11400 kg
Höchstgeschwindigkeit: 300 km/h
Reisegeschwindigkeit: 270 km/h
Reichweite: 470 km mit Reserve
Hersteller / Land: Mil / Russland
 

Der Mi-28, NATO-Bezeichnung Havoc (Verwüster), ist ein zweisitziger Kampfhubschrauber. Er wird zur Bekämpfung gepanzerter Ziele, Artilleriestellungen, Unterdrückung der Luftverteidigung und Unterbrechung von Kommando- und Logistiksystemen eingesetzt. Seinen Erstflug absolvierte der Prototyp des Mi-28 am 10. November 1982; die Serienproduktion begann jedoch erst 2005 nach jahrelangen Verzögerungen durch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Russlands nach dem Ende der Sowjetunion.

Der Havoc ist mit einer starken Titan- und Keramikpanzerung geschützt und das Fahrwerk kann eine Sinkrate von 12 m/s verkraften. Die Tanks sind selbstdichtend und mit einem System zur Explosionsunterdrückung ausgestattet. Zusätzlich sind alle wichtigen Systeme doppelt vorhanden. Dank seiner modernen Instrumente kann der Havoc sowohl bei Tag als auch bei Nacht fliegen. Zur Abwehr ist er mit einem Düppelwerfer ausgestattet. Die Nase beinhaltet eine Gefechtsfeldüberwachungskamera, einen Entfernungsmesser und ein lasergesteuertes Zielbeleuchtungssystem. Der Mi-28 kann eine Gefechtslast von bis zu 480 kg je Waffenarm tragen (4 × 480 kg = 1920 kg) und verwendet in der Regel AT-6-Spiral-Raketen oder einfache ungesteuerte Raketen. Ferner ist er mit der 30-mm-Kanone 2A42 ausgestattet, die sich unter der Nase befindet und 250 Schuss zur Verfügung hat. Sie hat einen Wirkungsradius von ± 110 Grad seitlich und 13 Grad nach oben und unten. Im Notfall werden die Türen aufgesprengt und am Rumpf entfaltet sich ein Schlitten, auf den sich die Besatzung retten kann, ohne die Rotorblätter zu berühren.

Versionen:

  • Mi-28A – erster verbesserter Prototyp mit modernerer Avionik und TW-3-117WM-Triebwerken (je 2200 PS), Erstflug 1988
  • Mi-28N "Nochnoj Ochotnik" (Nachtjäger) – nachtkampf- und allwettertaugliche Version; ausgrüstet mit mastmontiertem FH-01-Arbalet-Millimeterwellenradar, FLIR und Nachtsichtgerät; bewaffnet mit bis zu 16 Panzerabwehrlenkwaffen vom Typ 9K120 Ataka; Erstflug 1996
  • Mi-28NE – Exportversion des Mi-28N (Nutzer: Algerien, Irak, Uganda)
  • Mi-28NM – Weiterentwicklung der Mi-28N mit neuen WK-2500P-Triebwerken (je bis zu 2800 PS), verbesserten Sensoren und optionalem N025E-Radar; seit 2017 in Erprobung, Serienfertigung ab 2019
  • Mi-28UB – Schulversion mit Doppelsteuerung, Erstflug 2013
Bis Ende 2024 standen 92 Mi-28N, 19 Mi-28UB und 9 Mi-28NM bei den russischen Luftstreitkräften im Dienst; 98 weitere Mi-28NM wurden 2019 bestellt. Seit Februar 2022 wird der Mi-28 im russischen Angriff auf die Ukraine eingesetzt; bis März 2026 gingen OSINT-Quellen zufolge mindestens 14 Maschinen verloren oder wurden beschädigt.

 

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