Die Eurocopter Gazelle ist zwar der Nachfolger der Alouette II, im Grunde genommen jedoch ein völlig neuer Hubschrauber – äußerliche Ähnlichkeiten sind ebenfalls nicht zu entdecken.
1966 begannen die Arbeiten; der erste Prototyp, noch als SA 340 bezeichnet, absolvierte seinen Erstflug am 7. April 1967 – zunächst noch mit einem konventionellen Zweiblatt-Heckrotor aus der Alouette II.
Der charakteristische 13-blättrige Fenestron-Heckrotor kam erst beim zweiten Prototyp zum Einsatz, und der gelenklose Hauptrotor aus GFK-Verbundwerkstoffen war eine gemeinsame Entwicklung mit der Bölkow GmbH, ähnlich dem Konzept der Bo 105.
Bereits am 13. Mai 1967 stellte die Gazelle zwei Geschwindigkeitsweltrekorde auf: 307 km/h über 3 km und 292 km/h auf einem 100-km-Rundkurs. Sie war zudem der erste Hubschrauber der Welt, der für den Instrumentenflug mit nur einem Piloten zugelassen wurde.
Die Gazelle besitzt ein aerodynamisches Aussehen, moderne Rotorköpfe und eine modernisierte Kabine.
Aufgrund des britisch-französischen Abkommens von 1967 wurde sie auch von Westland in Großbritannien produziert, wobei Westland 65 % des britischen Fertigungsanteils übernahm.
Die SA 342 K ist die Exportversion mit verbesserten Flugleistungen. Das französische Heer bestellte daraufhin ebenfalls die leistungsgesteigerte Version und führt die Gazelle unter der Bezeichnung SA 342 M als Panzerabwehrhubschrauber mit HOT-Raketen.
Bis zur Einstellung der Produktion 1996 wurden insgesamt rund 1775 Gazellen gebaut.

