Der Super Frelon (Frelon = Hornisse) ist der größte europäische seriengefertigte Hubschrauber und geht auf die Zusammenarbeit von Aérospatiale mit Sikorsky (Rotorauslegung) und Fiat (Getriebe) zurück.
Der Prototyp des SA 321 startete am 7. Dezember 1962 zum Jungfernflug. Wenig später stellte er am 23. Juli 1963 insgesamt drei Geschwindigkeitsrekorde auf: 341 km/h über 3 km im Tiefflug, 350 km/h über 15 bis 25 km Streckenlänge sowie 334 km/h auf einem 100-km-Rundkurs, geflogen von Testpilot Jean Boulet und Roland Coffignot.
Der Super Frelon liegt in folgenden Versionen vor:
Der SA 321 F dient als Verkehrshubschrauber und ist mit einer geräuschisolierten und klimatisierten Kabine ausgestattet.
Der SA 321 G ist ein U-Boot-Ortungs- und -Jagdhubschrauber. Für den Einsatz auf See ist er daher mit Stützschwimmern und einem bootsähnlichen Rumpf ausgestattet.
Eine weitere Version ist der Heeres- und Luftwaffentransporter SA 321 H mit Turmo-IIIE-Triebwerken.
Die israelischen Streitkräfte verwendeten die Version SA 321 K, die später mit General-Electric-T58-Triebwerken nachgerüstet wurde. Libyen erhielt die Version SA 321 M als Such- und Rettungsvariante; Südafrika nutzte die SA 321 L ohne Schwimmer als reinen Transporthubschrauber.
Die französische Marine musterte den Super Frelon am 30. April 2010 aus; zunächst übernahmen EC 225 die Aufgaben als Übergangslösung, bis die NH 90-Flotte vollständig verfügbar war. In China wird der Super Frelon noch heute als Z-8 in Lizenz gefertigt und weiterentwickelt; insgesamt wurden bis zur Einstellung der französischen Produktion 1981 rund 110 Maschinen aller Versionen gebaut.

