Aufgrund des großen Erfolgs der Puma entstand der AS 332 Super Puma; die Militärversion wurde später AS 532 Cougar genannt. Der Super Puma absolvierte seinen Erstflug am 13. September 1978 und wurde erheblich verbessert. Zu den Veränderungen zählen eine überholte Aerodynamik, bessere Leistungen, stabilere Flugeigenschaften und eine bruchsicherere Kabine. Ferner ist er sehr wartungsarm, und auf Wunsch können Zusatztanks (sämtliche Tanks sind selbstdichtend) in der Kabine und in den Hauptfahrwerkverkleidungen installiert werden. Viele Versionen bieten zudem durch einen verlängerten Rumpf mehr Platz, meist zu erkennen an dem Buchstaben "L" für lang bzw. französisch longue in der Typenbezeichnung; "C" steht hingegen für französisch court = kurz. Zur Avionik zählen beispielsweise VHF/UHF-Sprechfunk, ein Funkkompass, Doppler-Decca-Navigator, Funkhöhenmesser, ein Autopilot, ein Streckenentfernungsanzeiger und Anzeigen für Geschwindigkeit über Grund und Abdrift. Das Getriebe kommt etwa eine Stunde lang ohne Schmierung aus, und der Rotor verkraftet Treffer bis zum Kaliber 12 mm. Da die Turbinen keine Aufwärmphase benötigen, ist er sofort einsatzbereit. Eurocopter war es aufgrund dieser Leistungen des Super Puma gelungen, an den Erfolg seines Vorgängers anzuknüpfen; bis Januar 2001 wurden bereits über 581 Maschinen weltweit verkauft.
Äußerlich ist die Super Puma von ihrem Vorgänger durch drei Merkmale zu unterscheiden:
- Die Super Puma hat auf dem Hauptrotorkopf eine kleine Haube (aerodynamische Verkleidung)
- Am Hecksporn der Super Puma ist eine Verkleidung angebracht
- Das Hauptfahrwerk der Super Puma hat jeweils nur ein Rad; die Puma hat pro Hauptfahrwerk zwei Räder
Heute ist der AS 332 Super Puma (Zivilversion) in folgenden Versionen vorhanden:
- AS 332C1 Super Puma (Mk1) – Ausführung mit verkürztem Rumpf
- AS 332L1 Super Puma (Mk1) – Standardausführung mit langem Rumpf und Platz für 20 Passagiere
- AS 332L2 Super Puma (Mk2) – Version des L1 mit nochmals gestrecktem hinteren Kabinenbereich, einem neuen Spheriflex-Rotorkopf und stärkeren Triebwerken (Makila 1A2)
- AS 532UC Cougar (Mk1) – militärische Mehrzweckversion (U = utility) mit kurzem Rumpf; Platz für bis zu 21 Soldaten
- AS 532AC Cougar (Mk1) – bewaffnete (A = armed) Version der AS 532UC, ebenfalls mit kurzem Rumpf
- AS 532SC Cougar (Mk1) – Marineversion (S = shipborne) mit kurzem Rumpf, zur U-Boot- und Schiffsabwehr; Rotorblätter sind faltbar, das Leitwerk ist einziehbar
- AS 532UE (Mk1) – vereinfachte Ausführung mit festem Fahrwerk, früher als Cougar 100 bezeichnet, 15 bis 20 Prozent günstiger als die Standardausführung; mangels Interesse nicht weiterverfolgt
- AS 532UL (Mk1) – im vorderen Rumpfbereich um 76 cm verlängerte Version mit zusätzlichen Seitenfenstern; Platz für bis zu 25 Soldaten
- AS 532AL (Mk1) – bewaffnete Ausführung der AS 532UL mit langem Rumpf
- AS 532U2 (Mk2) – im hinteren Kabinenbereich gestreckte Ausführung der AS 532UL mit neuem Spheriflex-Rotorkopf und stärkeren Triebwerken (Makila 1A2); Platz für bis zu 29 Soldaten
- AS 532A2 (Mk2) – bewaffnete Ausführung des AS 532U2
EC 225 / EC 725 (Mk2+):
Aufgrund der starken Konkurrenz durch den S-92 von Sikorsky, den EH 101 sowie den hauseigenen NH 90 überlegte Eurocopter, wie man den Super Puma/Cougar attraktiver gestalten könnte. Ferner hatte die französische Luftwaffe bereits den AS 532A2 bestellt, der jedoch später den Ansprüchen nicht mehr gewachsen war. Zunächst sahen die Ingenieure die Entwicklung eines Mk3 mit wesentlich größerer Kabine vor; diese Entwicklung wurde jedoch aufgrund zu hoher Kosten verworfen und man einigte sich auf die Version Mk2+. Der erste Prototyp absolvierte seinen Erstflug am 27. November 2000 und bietet bessere Leistungen sowie viele neue Ausrüstungsoptionen bei unveränderter Kabinengröße. Die Zivilversion erhielt die Bezeichnung EC 225, die Militärversion die Bezeichnung EC 725. Die zivile Zulassung erfolgte Ende 2004, die militärische Einführung begann im Januar 2005 mit der Auslieferung der ersten Caracal an die französische Luftwaffe.
Der EC 225/EC 725 wurde mit der neuen Turbomeca Makila 1A4 Turbine (je 1566 kW) versehen, die bis zu 14 Prozent mehr Leistung als der Vorgänger erbringt. Des Weiteren wurde der Vierblattrotor durch einen neuen und größeren Fünfblattrotor ersetzt, der optional mit einem Enteisungssystem erhältlich ist. Durch diese Modifikationen konnte die Leistung erheblich gesteigert, das maximale Startgewicht auf 11.000 kg erhöht und die Vibrationen erheblich reduziert werden. Zu den weiteren Erneuerungen des EC 725 Resco (Recherche et Sauvetage au Combat = Suche und Rettung unter Kampfbedingungen) der Armée de l'Air (Frankreich) gehören vier große und zwei kleinere Farb-LCDs, ein neues digitales Kartensystem, ein neues GPS- und Doppler-System sowie eine neue Hochfrequenz-Funkausrüstung. Die Nase wurde intern mit einem Wärmebildsensor versehen, und eine Luftbetankungssonde ermöglicht die Versorgung im Flug. Der EC 725 ist ferner mit Kevlar-Matten im Cockpit und in der Kabine zum Schutz der Besatzung versehen; die Bewaffnung umfasst eine 20-mm-Kanone und/oder 7,62-mm-MGs in den Seitenfenstern mit je 1000 Schuss. Zur weiteren Ausrüstung zählen eine Rettungswinde mit 275 kg Tragkraft sowie eine Ersatzwinde, Suchscheinwerfer und Notschwimmer für eine Wasserlandung.
Seit 2014 tragen EC 225 und EC 725 die neuen Airbus-Bezeichnungen H225 bzw. H225M Caracal. Frankreich hat bisher insgesamt 30 Exemplare bestellt; weitere Nutzer sind unter anderem Brasilien, Singapur, Thailand, Indonesien, Ungarn und die Niederlande. Die Produktion läuft bis heute weiter.

