Der Sikorsky CH-53E Super Stallion des US Marine Corps ist eine weiterentwickelte Version des Sikorsky S-65 Sea Stallion/CH-53 und absolvierte am 1. März 1974 unter der Bezeichnung YCH-53E seinen Erstflug. Ab 1981 wurden insgesamt 177 Maschinen an das USMC und die US Navy ausgeliefert; mit seinen drei Turbinen ist der CH-53E der stärkste Hubschrauber der westlichen Welt, leicht zu erkennen am dritten Lufteinlauf in der Mitte des Hubschraubers. Die starken Luftverwirbelungen des Rotors gaben ihm den Spitznamen "Hurricane Maker". Er besitzt ein verstärktes Getriebe, einen Siebenblatt-Hauptrotor aus Titan, eine verbesserte Avionik und eine Luft-Betankungssonde. Ferner ist er zur Abwehr von Lenkraketen mit zwei Düppelwerfern ausgestattet. Für den Nachtflug ist er mit Nachtsichtbrillen und dem Helicopter Night Vision System (HNVS) ausgerüstet; zur Navigation und Kommunikation erh ielt er GPS und Multifunktions-Funkgeräte. Aufgrund der großen Tanks ist es ihm möglich, über vier Stunden in der Luft zu bleiben; ferner kann er in der Luft betankt werden. Da der CH-53E vom US Marine Corps häufig bei Truppenlandungen verwendet wird, erhielt er zur Selbstverteidigung zwei 12,7-mm-Maschinengewehre.
Versionen:
- JMH-53E – Testversion für den Sea Dragon, Erstflug am 1. September 1983
- MH-53E Sea Dragon – spezielle Minenbekämpfungsversion; insgesamt 46 Maschinen gebaut. Zu seinen Modifikationen gehören vergrößerte Tanks, verbesserte elektrische und hydraulische Anlagen sowie eine erweiterte Avionik. Aufgrund der hohen Belastungen durch das Ziehen des Minenbekämpfungsschlittens wurde er mit einem nochmals verbesserten Getriebe versehen. Die MH-53E soll 2027 außer Dienst gestellt werden.
- HH-53H – zehn umgebaute Hubschrauber für Nacht-/Allwetter- und Rettungseinsätze der US Air Force
- MH-53J Pave Low III – SAR-Version der US Air Force; ab 1981 wurden etwa 40 HH-53 und MH-53H umgerüstet
- MH-53M Pave Low IV – weiter modifizierte Version mit besserem Selbstschutz; 25 Maschinen umgerüstet; alle USAF-Pave-Low-Varianten wurden 2008 außer Dienst gestellt
- S-65-Ö – zwei CH-53D an Österreich geliefert (1970–1981)
- S-80E (Türkei) – acht Maschinen im Juni 2000 für 350 Millionen US-Dollar bestellt
- S-80M-1 (Japan) – Exportausführung der MH-53E; 11 Stück

