Der Sikorsky S-70 wurde für die US Army als taktischer Transporthubschrauber entwickelt, um den Bell UH-1 Huey abzulösen. Grundlage war das 1972 initiierte UTTAS-Programm (Utility Tactical Transport Aircraft System), aus dessen Ausschreibung Sikorsky am 23. Dezember 1976 als Sieger hervorging. Der erste von drei Prototypen absolvierte seinen Erstflug am 17. Oktober 1974 in Stratford, Connecticut. Die Bezeichnung S-70 wird für Exportversionen verwendet, die Typen der US Army hingegen tragen die Bezeichnung UH-60; der Beiname Black Hawk (= Schwarzer Falke) lässt auf eine landgestützte, der Beiname Sea-/Ocean Hawk auf eine seeklassengestützte Version schließen.
Bis heute wurde der S-70/UH-60 vielfach verbessert und ist daher in vielen Versionen vertreten. Zu den wichtigsten gehören:
- UH-60A – erste Serienversion für die US Army; kann neben der dreiköpfigen Besatzung elf Soldaten mit kompletter Kampfausrüstung befördern; Serienproduktion ab 1978
- UH-60L – verbesserte Version mit stärkeren T700-GE-701C-Triebwerken; Erstflug 22. März 1988, Auslieferung ab Oktober 1989
- UH-60M – aktuellste Serienversion mit Glascockpit, T700-GE-701D-Triebwerken, neuem Leitwerk aus Verbundwerkstoffen und haltbarerem Getriebe; Erstflug 17. September 2003, Serienproduktion ab 2006; die US Army betreibt über 1375 dieser Version
- EH-60A/C – Variante zur elektronischen Kriegsführung
- VH-60N Presidential Hawk – VIP-Version des US Marine Corps als Luft-Taxi für den amerikanischen Präsidenten
- MH-60K – Sondereinsatz-Version der US Army für Special Operations, ausgerüstet mit Luftbetankungssonde und umfangreicher Nachtavionik
- HH-60G Pave Hawk – Rettungs- und Sondereinsatzversion der US Air Force
- SH-60B Sea Hawk / SH-60F Ocean Hawk – U-Boot-Jagdversionen der US Navy
- HH-60J Jayhawk – SAR-Version der US-Küstenwache
Aufgrund seiner Zuverlässigkeit und seines weitreichenden Einsatzes in zahlreichen Gef echten weltweit – unter anderem im Film "Black Hawk Down" (2001) von Ridley Scott unsterblich gemacht – ist der UH-60 genauso legendär geworden wie der Bell UH-1 Huey. Seit dem Erstflug wurden über 5000 Black Hawks aller Versionen gebaut; mehr als 30 Nationen betreiben den Typ, darunter als Exportversion auch Österreich. Die US Army plant, einen Teil der Black-Hawk-Flotte ab 2030 schrittweise durch den Bell V-280 Valor (FLRAA MV-75) zu ersetzen.

