Der Kaman K-20 Seasprite (engl. Sea Sprite = Seegeist) wurde als Mehrzweckhubschrauber für die US Navy entwickelt. Die Ausschreibung erfolgte 1956, der Erstflug des Prototyps als HU2K-1 fand jedoch erst am 2. Juli 1959 statt; die Indienststellung bei der US Navy begann 1962.
Die ersten Versionen des K-20 (UH-2A und UH-2B) wurden nur von einer Turbine angetrieben. Um jedoch die Leistung zu verbessern und mehr Sicherheit zu erreichen, wurde die Version UH-2C mit zwei Turbinen entwickelt. Die Vorgängermodelle wurden daraufhin auf den C-Standard nachgerüstet. Weitere Versionen sind der HH-2C, ein bewaffneter Rettungs- und Mehrzweckhubschrauber, und der HH-2D, die unbewaffnete SAR-Version. 1970 wurden alle Maschinen auf den SH-2D-Standard gebracht und erheblich in der U-Boot- und Raketenabwehr verbessert. In den 1970er-Jahren wurden alle K-20 zum SH-2F Seasprite umgerüstet, zu den Verbesserungen zählten stärkere Triebwerke und eine neue Avionik.
Die letzte und leistungsfähigste Version, der SH-2G Super Seasprite mit zwei General-Electric-T700-GE-401/401C-Turbinen, kam ab 1993 bei der US Naval Reserve zum Einsatz. Bei der US Navy wurde der Typ 2001 komplett ausgemustert und durch den Sikorsky SH-60 Seahawk ersetzt. International blieb der Super Seasprite jedoch noch länger im Dienst: Neuseeland bestellte 1997 fünf neue SH-2G, Australien orderte ebenfalls elf Maschinen, musste das Programm jedoch 2008 nach erheblichen technischen Problemen und Kosten von rund 986 Millionen australischen Dollar komplett einstellen. Polen erhielt 2002/03 vier SH-2G für seine Fregatten der Oliver-Hazard-Perry-Klasse.

