1 Eurocopter (SNCASE/Aerospatiale) SE 3120 Alouette I- Heliport.de

Eurocopter (SNCASE/Aerospatiale) SE 3120 Alouette I

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Technische Daten
Hauptrotordurchmesser: 11,60 m
Länge: 10,45 m
Triebwerk: 1 Salmson-9NH-Kolbenmotor mit 200 PS
Leergewicht: 750 kg
Startgewicht: 1150 kg
Höchstgeschwindigkeit: 125 km/h
Reisegeschwindigkeit: 110 km/h
Reichweite: 225 km
Hersteller / Land: SNCASE / Frankreich
 

Die Alouette I (Alouette = Lerche) war der erste erfolgreiche französische und gesamteuropäische Hubschrauber der Nachkriegszeit und legte den Grundstein der heutigen europäischen Hubschrauberindustrie, welche durch Eurocopter repräsentiert wird.
Nach dem zweiten Weltkrieg engagierte die französische SNCASE (Société Nationale de Constructions Aéronautiques du Sud-Est; später Sud Aviation und Aérospatiale, heute Airbus Helicopters) den aus dem Kriege berühmten deutschen Ingenieur Henrich Focke, der mit dem Neubau seiner Fa 223 unter der Bezeichnung SE 3000 begann.
Als Experimentalhubschrauber folgte das ebenfalls einsitzige Nachfolgemodell SE 3101, welches nun einen Haupt- und zwei Heckrotoren auf einem V-förmigen Leitwerk anstatt der seitlichen Verwendung von zwei Hauptrotoren verwendete.
Der Erstflug der SE 3101 erfolgte schließlich am 13. Juni 1948; Prof. Focke war zuvor aus dem Projekt ausgeschieden. Der dreiblättrige Hauptrotor hatte einen Durchmesser von 7,5 m und eine Drehrichtung mit dem Uhrzeigersinn. Die SE 3101 wurde von einem 110-PS-starken 4-Zylinder-Mathis-Motor angetrieben und wies aufgrund der Leichtbauweise ein Abfluggewicht von 520 kg auf.
SNCASE setzte die Entwicklung ohne Focke fort und begann 1949 mit den parallelen Entwicklungen SE 3110 und SE 3120. Die SE 3110 verwendete ebenfalls den doppelten Heckrotor, war nun jedoch mit einer geschlossenen Kabine und zwei Sitzplätzen ausgestattet. Der Antrieb erfolgte durch einen 200-PS-Salmson-9NH-Motor. Am 10. Juni 1950 absolvierte die SE 3110 ihren Erstflug, erfüllte jedoch nicht die Erwartungen und führte zur Einstellung dieses Musters.
Weitaus erfolgreicher verlief die Entwicklung der SE 3120, welche die Mutter der Alouette-Reihe werden sollte. Die SE 3120 enthielt zahlreiche Neuerungen, wie eine dreisitzige Kabine und einen aus Stahlrohren geschweißten Heckausleger. Ferner verwendete die Alouette I einen einzigen Heckrotor, der rechts am Heck angebracht war; Antrieb und Hauptrotor wurden von der SE 3110 übernommen. Den Erstflug absolvierte die SE 3120 am 31. Juli 1951 in Buc mit Testpilot Henri Stakenburg am Steuer. Am 2. Juli 1953 stellte Testpilot Jean Boulet mit der SE 3120 gleich vier Weltrekorde auf: einen Streckenrekord von 1.252 km in 13 Stunden und 56 Minuten sowie drei Geschwindigkeitsrekorde über 100, 500 und 1000 km. Dennoch wurden aufgrund technischer Probleme – insbesondere dem wartungsaufwendigen Kolbentriebwerk – insgesamt nur zwei Prototypen gebaut und die SE 3120 nie in Serie gefertigt. Die dabei gewonnenen Erfahrungen flossen jedoch direkt in die Entwicklung der späteren, turbinenangetriebenen Alouette II ein.

Eurocopter (SNCASE/Aerospatiale) SE 3120 Alouette I 299
 

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