1960 schrieb die US Army einen Wettbewerb für einen leichten Erkundungshubschrauber aus, den Hughes – heute unter dem Namen MD Helicopters bekannt – mit seinem OH-6A Cayuse gewann.
1984 übernahm McDonnell Douglas das Unternehmen Hughes, das wiederum 1997 mit Boeing fusionierte, bevor Boeing die gesamte MD-500/530-Produktlinie 1999 an die eigenständige Firma MD Helicopters Inc. in Mesa, Arizona, verkaufte.
Am 27. Februar 1963 absolvierte der OH-6A seinen Erstflug und wurde seitdem ca. 1434 Mal gebaut.
Die zivile Exportversion wird unter der Bezeichnung MD 500M vertrieben, die Militärversion erhielt die Bezeichnung MD 500 Defender. Sie sind mit einem Fünfblatt-Hauptrotor und einer T-förmigen Heckflosse ausgestattet.
Der MD 500E bekam eine neue, spitzer zulaufende Kabine, die auch innen verbessert wurde, und ist wahlweise mit einer 420 WPS oder einer 450 WPS leistenden Turbine, die beide auf 375 WPS gedrosselt wurden, erhältlich.
Die neueste Version, der MD 530F, erhielt eine Allison 250-C30-Turbine, die die Höhenleistungen verbessert.
Eine besondere militärische Variante ist der MH-6 Little Bird, der speziell für Spezialkräfteeinsätze des US Army Special Operations Command (160th SOAR) entwickelt wurde und auf jeder Rumpfseite eine Sitzplattform für je drei Soldaten trägt.
Die Zivilversionen werden aufgrund des leisen Heckrotors bevorzugt als Geschäftsreise- und Polizeihubschrauber eingesetzt.
Die Militärversionen können mit Maschinengewehren oder mit Raketenabschussvorrichtungen für ungelenkte 70-mm-Raketen oder die gelenkten TOW-Raketen bestückt werden und können so als leichter Angriffshubschrauber genutzt werden.

