Die AH-1W Super Cobra war über drei Jahrzehnte lang das leistungsfähigste Modell der Cobra-Reihe und damit der Nachfolger der AH-1F/S Cobra, die in Vietnam eingesetzt wurde. Die Super Cobra ist länger, und der Kinnturm sowie die Flossen unterscheiden sich vom Vorgänger. Die Super Cobra besitzt anstatt einer Turbine nun zwei, wodurch sie erheblich leistungsfähiger geworden ist. Die Avionik und Bewaffnung wurde ebenfalls verbessert, die Cobra wurde beispielsweise mit GPS, einem IR-Unterdrückungssystem, einem IR-Störer, einem digitalen Feuerleitrechner und einem HUD für den Piloten ausgestattet, die herausragende Erneuerung ist jedoch das Feuerleitradar in der "Nase", wodurch die Super Cobra nun auch die moderne panzerbrechende Lenkrakete "Hellfire" einsetzen kann (seitlich je vier Stück). Ferner ist sie ebenfalls in der Lage, die AIM-9L oder Stinger Luft-Luft-Rakete und den Typ der ungelenkten Raketen, die Hydra 70 mm, einzusetzen. Der drehbare Turm unter dem Bug kann mit einer großkalibrigeren Minigun vom Kaliber 25 mm oder 30 mm oder mit zwei verschiedenen Waffensystemen ausgerüstet werden. Hierbei stehen wiederum eine Minigun oder ein Granatwerfer vom Kaliber 40 mm zur Verfügung. Die Super Cobra wurde ebenfalls im Golfkrieg eingesetzt und zerstörte eine beträchtliche Anzahl von Panzern. Sie blieb bis 2020 im Dienst des US Marine Corps, der letzte Einsatzflug fand nach 34 Dienstjahren am 14. Oktober 2020 statt.
Ihr Nachfolger ist die AH-1Z Viper (intern auch "Zulu Cobra" genannt), die ihren Erstflug bereits am 7. Dezember 2000 absolvierte. Die AH-1Z besitzt anstatt des zweiblättrigen einen gelenklosen, vierblättrigen Hauptrotor und ein neues Getriebe. Durch diese Modifikationen wurden die Vibrationen verringert und die Wendigkeit erheblich gesteigert; zudem ist sie schneller und besitzt durch eine größere Kraftstoffkapazität eine höhere Reichweite als die AH-1W. Zu den Erneuerungen der Avionik gehört das AAQ-30 Hawkeye Target Sight System (TSS = Zielsuchsystem) von Lockheed Martin, welches in der "Nase" montiert ist. Durch die Einführung von zwei MFDs und einem Helmvisier-Display (Top Owl) konnte der Pilot erheblich entlastet werden, für den Nachtflug steht zudem ein Restlichtverstärker zur Verfügung. Durch vergrößerte Flügel kann die AH-1Z nun bis zu 16 anstatt acht Hellfire-Raketen mitführen und damit ihre Kampfkraft erheblich steigern. Die geringe Serienfertigung der AH-1Z begann 2003, ab 2010 wurde sie vom US Marine Corps für einsatzbereit erklärt und ersetzte bis Oktober 2020 vollständig die ältere AH-1W. Auch international wird die AH-1Z mittlerweile von mehreren Nutzern eingesetzt, unter anderem von Tschechien und der Slowakei.
Die Türkei hatte sich im Jahr 2000 zunächst ebenfalls für eine speziell angepasste Version, die Bell AH-1Z KingCobra, entschieden. Der Deal wurde jedoch 2004 nach langwierigen Streitigkeiten über künftige Modifikationsrechte storniert; Bell beteiligte sich am neu aufgelegten Wettbewerb nicht mehr. Stattdessen ging der Auftrag 2007 an die A129-Variante von AgustaWestland, aus der der heute bei der türkischen Armee eingesetzte und auch exportierte T129 ATAK hervorging.

