Westland Sea King / Mk.41

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Technische Daten
Hauptrotordurchmesser: 18,90 m
Länge: 17,00 m
Triebwerk: 2 Rolls Royce Gnome H.1400-1 Turbinen (je 1590 WPS)
Leergewicht: 5447 kg
Startgewicht: 9707 kg
Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h
Reisegeschwindigkeit: 211 km/h
Reichweite: 1507 km ohne Reserve
Hersteller / Land: Westland / Großbritannien
 

Der Westland Sea King ist eine modifizierte, verbesserte Version des Sikorsky S-61 (SH-3) und wird von Westland (Großbritannien) unter Lizenz gefertigt. Der Sea King bekam statt einer General Electric Turbine ein Rolls Royce Gnome Triebwerk mit einem automatischen Triebwerksregler und die Avionik wurde erweitert. Ferner besitzt er einen Autopiloten und ein hinter dem Rotor liegendes Suchradar. Um den Sea King beispielsweise in einem Schiffshangar unterzubringen ist er mit einer automatischen Faltanlage für den Hauptrotor und einem klappbarem Rumpfhinterteil ausgestattet.
Bei der deutschen Marine wird der Westland Sea King Mk.41, von den Marinepiloten liebevoll "Bock" genannt, hauptsächlich als Transporthubschrauber oder für SAR-Einsätze verwendet. Er hat einen auffälligen schiffsartigen Rumpf, wodurch er in der Lage ist z.B. bei Triebwerksschäden Notwasserungen durchzuführen, welche ihn so für SAR-Einsätze über See geradezu prädestiniert. Bei stärkerem Seegang können zusätzlich an jeder Seite Schwimmkörper ausgefahren werden um den Hubschrauber auf dem Wasser zu stabilisieren. Falls nur ein Triebwerk ausgefallen sein sollte, kann der Sea King zwar nicht mehr aufsteigen, ist jedoch in der Lage wie ein Schiff mit einem Triebwerk weiterfahren. Hierzu neigt der Pilot den Rotor nach vorne und zieht sich so mit dem "Auftrieb", der nicht stark genug ist um abzuheben, nach vorne.
Zwar besitzt der Sea King ein 360 Grad Rundumsicht-Radar, kann dieses jedoch nicht voll nutzen, da der nach vorne gerichtete, ca. 30 Grad breite Suchbereich durch das Triebwerk gestört wird. Die Piloten der Royal Navy fliegen daher in bestimmten Abständen Kurven um den Luftraum abzudecken. Die Sea Kings der deutschen Marine dagegen wurden zusätzlich mit einem an der Nase montierten Radar von Siemens ausgestattet, dass den fehlenden Bereich abdeckt. Zur Schiffsbekämpfung kann der Sea King mit 4 Sea Skua Anti-Schiffs-Raketen bestückt werden und so sein Einsatzspektrum ergänzen.
Obwohl der Sea King nun schon seit 25 Jahren im Marinefliegergeschwader 5 in Kiel-Holtenau im Einsatz ist, sprechen doch seine Robustheit und seine lange Flugdauer bzw. Reichweite für ihn, denn der Sea King kann noch bei schlechten Wettersituationen operieren, bei denen heutige modernere Hubschrauber längst aufgeben müssen. Daher wird der Sea King bis zur und nach der Übernahme des NH 90 der deutschen Marine auch weiterhin noch einige Jahre erhalten bleiben.


Version vom 24.01.2018