Schweizer 300 (Hughes 269)

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Technische Daten
Hauptrotordurchmesser: 8,18 m
Länge: 6,76 m
Triebwerk: 1 Lycoming HIO-360-D1A-Kolbentriebwerk mit 225 PS
Leergewicht: 499 kg
Startgewicht: 975 kg
Höchstgeschwindigkeit: 169 km/h
Reisegeschwindigkeit: 155 km/h
Reichweite: 415 km mit Reserve
Hersteller / Land: Schweizer / USA
 

Ursprünglich wurde der leichte zweisitzige Schweizer 300 von dem Hersteller Hughes als Beobachtungshubschrauber für die US Army entwickelt und danach weiterhin einige Jahre von Hughes unter der Bezeichnung Hughes 269 vermarktet. Der Prototyp hieß Hughes 269 A, das verbesserte Modell, das die US Army bis 1969 schließlich verwendete, trug die Bezeichnung TH-55 A Osage.
Nachdem McDonnell Douglas jedoch Hughes übernommen hatte, baute die Schweizer Aircraft Corporation den Hughes 269 zunächst unter Lizenz, kaufte jedoch später die Produktionsanlagen auf und vermarktet ihn seitdem unter seiner heutigen Bezeichnung Schweizer 300. Heutzutage wird er vor allem als Foto-, und Sporthubschrauber und noch vereinzelt von der Polizei eingesetzt.
Zu weiteren Version gehört die Dreisitzer-Version Hughes 300 und die verbesserte Version Hughes 300 C, die neben einem größeren Haupt-, und Heckrotor zudem ein stärkeres Triebwerk besitzt, wodurch das max. Startgewicht erhöht wurde. Eine speziell für die Polizei zugeschnittene Version ist der Hughes 300 CQ mit einem verminderten Geräuschpegel, leicht gepanzerten Sitzen, Suchscheinwerfern und Lautsprechern.
Die neueste Version ist der Schweizer 300 CB, diese Version ist jedoch eher eine "zerbesserte" als eine verbesserte Version. Der Rotordurchmesser wurde reduziert und die Leistung verringert. Dadurch kann die Maschine nur noch 2 Personen aufnehmen, der mittlere Sitz ist, im Gegensatz zum Standartmodell, nicht vorgesehen. Ferner wurde die Einspritzpumpe durch einen Vergaser ersetzt wodurch man die Vergasererwärmung nun manuell steuern muss. Der Pilot wurde daher eher be- als entlastet und könnte eine dritte Hand gut gebrauchen. Die einzige Verbesserung ist die Verlegung des Pilotensitzes von der linken auf die rechte Seite wodurch der Pitch nun zwischen den Sitzen und nicht zwischen dem Pilotensitz und der Tür eingeklemmt ist. Die Betriebskosten liegen etwas niedriger, da bei Rundflügen jedoch nur ein Passagier mitgenommen werden kann ergibt dies unter dem Strich kein Ersparnis.

 

Version vom 24.01.2018